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Original Artikel der MOZ

Leißnitz (sho/MOZ) Die Haflinger-Zucht von Bernd und Andrea Schur hat mit der Stute Kassandra und dem Hengst Spreeprinz erst kürzlich Zuwachs bekommen. Auf die Herkunft eines der beiden Fohlen sind die Züchter ganz besonders stolz. Denn der Vater von Kassandra gehörte früher Norbert Rier - dem Frontmann der Südtiroler Volksmusikgruppe Kastelruther Spatzen.

Als die Schurs im März vergangenen Jahres hörten, dass Rier seinen Hengst Allegro an eine Spreewälder Deckstation verkauft hatte, fuhren sie dorthin, um ihre Stute Küsschen von Allegro begatten zu lassen. Dem Paar ging es dabei weniger um den prominenten Züchter: "Der Hengst hat einfach eine Super-Abstammung", begründet Andrea Schur.

Elf Monate später, am 12. Februar 2007, wurde dann Kassandra geboren. Und zwar mitten in der Nacht, wie Andrea Schur erzählt. "Die Geburt hat vielleicht zehn Minuten gedauert und wir hätten sie fast verpasst, wenn mein Mann nicht zufällig wach geworden wäre", so die 38-jährige Wahl-Leißnitzerin.

Ausgewachsen wird Kassandra etwa anderthalb Meter messen. Jetzt ist sie noch nicht mal einen Meter groß, macht ihre ersten Schritte auf dem Hof, hopst umher und rennt neugierig durch die Gegend. Dabei bleibt das Tier aber immer in der Nähe der Mutter. Ist es hungrig drängt sich das Fohlen ungeduldig zwischen die Beine der Stute und hat etwas Mühe, das Euter zu finden, an dem es wenig später mit schnellen Zügen säugt. "Manchmal versucht sie schon Gras zu fressen", beschreibt Andrea Schur, "kommt aber mit dem kurzen Hals noch gar nicht auf den Boden."

Für die Haflinger-Zucht entschieden hat sich die Familie aus zwei Gründen: "Es sind gutmütige Tiere und ihr rotbraunes Fell glänzt in der Sonne fast golden", schwärmt Andrea Schur. So werden die aus Südtirol stammenden Pferde von ihren Liebhabern auch "goldene Pferde mit goldenen Herzen" genannt. Mit der Zucht begonnen haben die Schurs 2003 mit den beiden Haflinger-Stuten Bibi und Küsschen aus Österreich. Bibi heißt eigentlich Berba. "Aber das hat uns nicht gefallen und deshalb rufen wir sie eben anders." Die Namensgebung folgt bestimmten Vorgaben: So muss der Name eines Stutenfohlens mit dem ersten Buchstaben des Namens der Mutterstute beginnen. Analog fangen die Namen der Hengstfohlen mit dem Anfangsbuchstaben ihres Vaters an.

Wann es das nächste Mal Nachwuchs geben soll, wissen die beiden Leißnitzer Züchter noch nicht. Zurzeit haben sie fünf Haflinger-Pferde: die beiden Stuten und ihre Fohlen sowie die einjährige Stute Ballerina, die im vergangenen Jahr geboren wurde. Immerhin drei Jahre wird es dauern bis die Fohlen ausgewachsen sind. Dann erst können die beiden Pferdenarren der Familie - Vater Bernd Schur (40) und die 12-jährige Tochter Anna - das erste Mal auf den Tieren reiten. Für die neunjährige Marie hingegen ist das noch nichts und auch Andrea Schur schaut lieber vom sicheren Boden aus zu.

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